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Darf man eine Handbandsäge auch in privaten Räumen nutzen?

Handbandsägen dürfen selbstverständlich auch in der Wohnung benutzt werden

Beachten Sie die Regeln in Mietwohnungen

Bei Mietwohnungen schaut die Sache ein wenig anders aus. Hier darf man natürlich nicht einfach lärmen und werkeln wie man möchte. Hausruhe und allgemeine Regeln sind zu beachten. Generell hat der Vermieter das Sagen, wenn dieser es unterbindet, dann ist es verboten. Bei Genossenschaftswohnungen und Sozialwohnungen schaut die Sache ähnlich aus. Ohne vorherige Abstimmung wird es kaum möglich sein. Hier ist es sogar noch schwieriger.

Bei staatlichen Wohnungen ist es meistens so, dass der Originalzustand bei Auszug wiederhergestellt werden muss. Wer zum Beispiel bleibende Veränderungen mit der neu erstandenen Handbandsäge heimwerkert, muss ggf. den Urzustand der Wohnung beim Auszug wieder herstellen. Achtung bei wirklich tragenden Arbeiten, die an die Substanz der Wohnung bzw. tragenden Wände/Balken gehen. Hier muss ein Statiker zu Rate gezogen werden und darüber informieren was machbar ist oder nicht.

 

Wer die Erlaubnis bereits in der Tasche hat, sollte auf die allgemeinen Hausregeln Rücksicht nehmen

Die Ruhezeiten sind streng einzuhalten und es ist ratsam die Nachbarn zu informieren. Manche Geräte sind ziemlich laut und vibrieren im ganzen Haus. Generell sind kleinere Arbeiten schnell gemacht, deswegen sollte die Ruhestörung nicht zu lange anhalten. Dennoch wird empfohlen solche Arbeiten eher auf den Nachmittag zu verlegen und nicht um 7 Uhr morgens durchzuführen.

Wird die Wohnung bereits bewohnt, sollte alle Möbel und Gegenstände abgedeckt werden, weil die Staubbildung beim Sägen extrem hoch ist. Im besten Falle wird dies von einem Profi durchgeführt, um keine Schäden in der Wohnung zu riskieren. Fragen Sie einfach den Schreiner oder Zimmermann Ihres Vertrauens.

 

Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung für Handbandsägen

Zur Umsetzung der Richtlinie 2000/14/EG des Europäischen Parlaments hat die Bundesregierung die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung erlassen. Sie enthält Lärmschutzvorgaben für Geräte und Maschinen (wie auch Handbandsägen), die beim Bau (z. B. Baustellenbandsägemaschinen, Vibrationsstampfer, Kompressoren) oder im Wohnbereich (z. B. Rasenmäher, Heckenscheren, Rasentrimmer, Rasenkantenschneider, Schredder) eingesetzt werden. So dürfen Geräte und Maschinen nur dann in den Verkehr gebracht werden, wenn sie mit einer CE-Kennzeichnung im Sinne der Richtlinie 2000/14/EG versehen sind.

Außerdem sieht die Geräte- und Maschinenlärmschutz VO vor, dass die genannten Geräte und Maschinen in Wohngebieten

  • an Sonn- und Feiertagen überhaupt nicht und
  • an Werktagen nicht in der Zeit von 20 bis 7 Uhr betrieben werden dürfen.

Zusätzlich dürfen beispielsweise Laubbläser und Laubsauger nur in der Zeit von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr betrieben werden (Ausnahme: besonders geräuscharme Geräte und Maschinen, die mit dem gemeinschaftlichen Umweltzeichen nach Art. 8 der Verordnung Nr. 1980/2000/EG gekennzeichnet sind; sie dürfen werktags von 7 bis 20 Uhr betrieben werden).

Verstöße gegen die Betriebsregelungen können als Ordnungswidrigkeiten verfolgt werden.

Außerdem riskiert man nach dem Gesetz über Ordnungswidrigkeiten ein Bußgeld, wenn man in unzulässiger Weise Lärm verursacht:

§ 117 Ordnungswidrigkeitengesetz – OwiG, Unzulässiger Lärm

Absatz 1: Ordnungswidrig handelt, wer ohne berechtigten Anlass oder in einem unzulässigen oder nach den Umständen vermeidbaren Ausmaß Lärm erregt, der geeignet ist, die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft erheblich zu belästigen oder die Gesundheit eines anderen zu schädigen.

Absatz 2: Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu fünftausend Euro geahndet werden, wenn die Handlung nicht nach anderen Vorschriften geahndet werden kann.


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